Die extreme Reinheit der Gewässer des Riofrío in Loja hat eines der Starprodukte der Gastronomie Granadas hervorgebracht: ökologischer Kaviar.
Eine örtliche Fischzucht hat die größte Störpopulation in Gefangenschaft aufgebaut. In ihren Gewässern schwimmen ca. 40.000 Exemplare des Acipenser Nacarii, eine vom Aussterben bedrohte Rasse, deren Weibchen in ihrem Leib Kaviar der besten Qualität tragen: den Beluga.
Während drei Jahrzehnten Forschung und Proben ist dieses Unternehmen zum einzigen seiner Art herangewachsen, das zu hundert Prozent ökologisch produziert. Das Angebot erstreckt sich von Beluga-Kaviar, über frische Forelle und Stör, Tiefkühlkost und Räucherfisch, bis zu Crèmes und Pasteten. All diese Produkte kann man in den zahlreichen Restaurants am Riofrío probieren.
Der Beluga ist jedoch nicht die einzige Attraktion des westlichen Granadas. Diese Gegend der Provinz ist die Wiege vergangener Kulturen und der Geschichte, die sich in ihren Denkmälern widerspiegeln. Die Städte Loja, Alhama de Granada, Montefrío, Íllora und Moclín warten mit einer umfangreichen arabischen Hinterlassenschaft auf, die sich in all den Straßen und Festungen, die währen der Herrschaft der Nasriden erbaut wurden, zu erkennen gibt.
In Loja, aufgrund seiner über 2000 Quellen auch als ‚Stadt des Wassers’ bekannt, sind besonders sehenswert: die maurische Alcazaba, die Iglesia Mayor, welche der Heiligen Catalina gewidmet ist, die Iglesia San Gabriel, das Konvent Santa Clara und dem Pósito Nuevo (ein Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert). Auch der Landkreis Poniente beeindruckt durch die großartigen Denkmäler, wie z.B. die arabische Festung und die Iglesia de la Villa in Montefrío, welche in gewagter architektonischer Zurschaustellung auf einem Felsgipfel prangen.
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