Pitres, Quelle der Inspiration (GR-7)

Pitres, Quelle der Inspiration (GR-7)

LoadingMeine Granada hinzufügen

Die ganze Zone bietet Legenden, die z.B. dem Barranco de la Sangre ("Blutschlucht“) seinen Namen verleihen, der seinerzeit Schauplatz der Kämpfe zwischen den Morisken und den Truppen Felipe II. waren.

 

> Rosa Fernández / Granada Hoy

Von mittlerem Schwierigkeitsgrad, der vorgeschlagene Weg führt durch die Hoch-Alpujarra, zwischen den Flüsse Trevélez und Poqueira und in so faszinierende und herzlliche Dörfer wie z.B. Pitres, wo vor drei Jahren der Film “Al sur de Granada“ gedreht wurde, oder Capilerilla, beides Enklaven von La Taha, dessen Name arabischen Ursprungs ist und von der Ankunft derMorisken on der Alpujarra herrührt, über Straßen und Fortswege voller Kiefern und beeindruckender Landschaften.

Im Herzen der Hoch-Alpujarra, zwischen den Flüssen Trevélez und Poqueira, liegen Pitres und Capilerilla, zwei Dörfer, die zusammen La Tahá bilden, das einzige Gemeindegbiet, dessen Name noch immer der alten Beschreibung der arabischen Verwaltung entspricht. Die Route ist ideal, für Urlauber, die vor dem Massentourismus und den Städten flüchten, und ruhige Plätze vorziehen. Ihr Pluspunkt ist auf jeden Fall die Landschaft voller Farben, hunderte von Jahren alten Bäumen, fruchtbaren Feldern und die Ruhe, die alles umfasst. Nicht umsonst ist die Gegend, die im Vergleich mit anderen Zonen viel weniger überlaufen ist, zum Wohnort vieler Künstler, Schriftsteller oder bedeutender Musiker geworden, die hierher kamen, um die Ruhe an dieser Quelle der Inspiration zu finden.

DEPARTURE FROM BUBIÓN
bubion-7

Danach geht es weiter über Pfade und Forstwege voller Pinien, ein sehr angenehmer Verlauf der  Strecke. Der Horizont öffnet sich entgegen der Contraviesa und der Sierra de Lújar, die zu dieser Zeit des Jahres schneebedeckt sind. Nun kann man den Cerrajón de Murtas ausmachen (von dem aus man die ganze Alpujarra überscheuen kann) und die Sierra de Gádor in Almería. Auf diesen Wanderwegen ist es nicht schwer, einige der leidenschaftlichen Kapitel der Geschichte Pitres zu erahnen, z.B. den Stamm der Tartessos, der unglaublicherweise bis zu Zeiten Felipes II. existierte und der praktisch ungekannt war.

Sie besaßen weder Münzen, noch Religion (außer das sie einer Statue des Herkules ab und zu Früchte darbrachten), lebten unschuldig und sorglos und ihre Sprache beinhaltete Elemente des Griechischen, Karthagischen oder Baskischen, und lebten in Höhlen, fast ohne Kontakt zu anderen Menschen. Die Spanische Inquisition klagte sie der Ketzerei an, weil sie keine Steuern bezahlten und verbrannte sie auf dem Scheiterhaufen.

WAYPOINT 1 > BARRANCO DE LA SANGRE
barranco-de-la-sangre

In diesem Fall, beginnt er am Barranco de la Sangre, nachdem man einmal  Pampaneira und Capileira hinter sich gelassen und in Richtung Trevélez nach der Kreuzung von  Bubión fortgefahren ist. Die genannte Schlucht war der historische Schauplatz einer der blutigsten Schlachten der Moriskenaufstände. Eine Legende erzählt, dass der ganze Ort von Blut befleckt war, aber Gott ließ das Blut der Christen bergauf fließen, damit es sich nicht mit dem Blut der Muslimen vermische.

WAYPOINT 2 > CAPILERILLA

Fast ohne es zu bemerken, gelangt der Reisende zu einem Pfad, der von Capilerilla hinabführt, einem der ältesten Dörfer der Alpujarra, dessen Ursprung man den Westgoten zuschreibt, und das die am höchsten gelegene Siedlung von La Tahá (1.400 m) ist. Unter den wenigen Einwohnern, die es hier gibt, lebt Eugenio Salguero, einer der bekanntesten Stallbesitzer Andalusiens, aufgrund seiner Tiere und den Erntefrüchten aus ökologischem Anbau. Dieser mann steht jeden Morgen um 5 Uhr auf, um die Kühe zu melken, so wie man es früher tat, gleichzeitig tritt er in Fernsehprogrammen auf und hat in dem Film Südlich von Granada, der vor seinem Haus gedreht wurde, um die zeitgenössische Szenerie der Alpujarra Gerald Brenans darzstellen, mitgespielt. Daneben gibt es weitere Häuser von Künstlern, oder ausländischen und spanischen Unternehmern, die zweifellos fasziniert sind von dem verschlagenen Charaketer der Pitreños.

Ein Beispiel für diesen gemeinsamen Persönlichkeitszug ist, dass die Bewohner bei einer Gelegenheit von der Regierung einen Hafen am Meer forderten, und im Falle einer Absage wollten sie zwei Ernten im Jahr genehmigt bekommen. Letzteres wurde ihnen zugestanden, jedoch unter der Bedingung, dass das Jahr 24 Monate  haben musste. Ein weiterer Beweis für diesen einzigartigen Charakter ist das Sprichwort „apaga y vámonos” (in etwa: „Jetzt reichts aber“), das hier entstand, als zwei Priester aus Pitres, Anwärter auf die gleiche Stelle in einer Kapelle in Castril, beweisen musste, wer die Messe schneller abhielt. Der erste bestiegt die Kanzel und sagte „Ite misa est”, ein Satz, mit dem die Messe im Allgemeinen beendet wird. Als der zweite Priester dran war, drehte er sich um, schaute den Messdiener an und sagte “apaga y vámonos” (wörtlich: „Mach aus, wir gehen“). Natürlich gewann der zweite.

Die typische Architektur von Capilerilla hat dem Verlauf der Zeit standgehalten. Die Straßen, Tinaos, Schornsteine und Gebäude jeglicher Art aus Stein, Kastanienholz und Kalkstein wurden von den Bewohnern treu gepflegt. Es lohnt sich, den Weg von großer Schönheit zwischen Capilerilla und Pitres abzugehen, was knapp 10 min dauert.  Hier stehen hundert von Jahren alte Kastanien in purer Natur, man hört nur das wasser, das in der Umgebung fließt. Auf diesem Weg liegt auch ein alter Waschplatz in sehr gutem Zustand und es gibt Quellen, aus denen zu trinken ein authentisches Vergnügen ist, denn das Wasser fließt direkt aus dem Gebirge herab.

ARRIVAL > PITRES
pitres

Am Ende liegt das Ziel dieser Route: Pitres, Hauptort und geographisches Zentrum der Dorfansammlung, mit den typischen Straßen, von denen aus man den schlanken Turm der emblematischen Kirche ausmachen kann, der man noch die einstige Moschee ansieht. Gegenüber liegt die beachtliche Plaza Mayor, die trotz Umänderungen noch an ihre einstige Funktion als Waffenplatz während der Moriskenaufstände im 16. Jh. erinnert. Hier ist ein idealer Ausgangpunkt für den Rückweg, wegen der guten Verbindungen, auch kann man sich stärken in den guten Gasthäusern in der Nähe und die exzellente Gastronomie der Alpujarrao genießen. Sie können sogar eine Unterkunft nehmen und aus Pitres die Basisstation für Ihre Ausflüge in einer der faszinierendsten Zonen der Alpujarra machen.

ROUTE DATA

Regions: Alpujarra und Valle de Lecrín

Ort: La Taha, Capilerilla, Pitres

Route length: 4,1 km

Estimated duration: 1h 30m

Altitude on departure: 1.340 m

Maximum altitude: 1.550 m

Ecosystem: Mid-level mountain

Recommended season: Spring, Autumn and Winter. Only early in the morning during Summer season.

MIDE

    • The route and its orientation
    • Paths or signposts showing the way
    • Indicates the effort required
    • Over 1 hour and up to 3 hours (2+1) of effective walking
    • Indicates the harshness of the terrain
    • More than one risk factor
    • Indicates the difficulty of the walk
    • Walk on paths with steps or irregular surfaces

DIESE ROUTE GEHT ÜBER:



Login

Registro | Contraseña perdida?