Die Route von Washington Irving

Die Route von Washington Irving

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Washington Irving war der Prototyp eines romantischen Reisenden, der den größten Teil seines Lebens mit Reisen durch Europa verbrachte und natürlich schließlich von dem „Exotismus“, den Spanien damals bot, angezogen war. Er war dort zwischen 1842 und 1846 Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika. Schottischer Herkunft, reiste Washington Irving zwischen Sevilla und Granada auf einer Route, die Sie heute identisch nachvollziehen können. Er war fasziniert von dem Reichtum der arabischen Zivilisation in Spanien und so erbrachte seine Schiffsreise Früchte wie „Die Geschichte der Eroberung von Granada“ und, drei Jahre später, seine berühmten „Erzählungen aus der Alhambra“, in denen er verschiedene Legenden Granadas erzählt: unter anderem über Boabdil, einen arabischen Astrologen und den Turm „Torre de las Infantas“ .

Nach dem Vertrag von 1244 etabliert sich erstmals eine Handelsstraße zwischen den Königreichen Granada und Kastilien, damit sich die Nazarener in Friedenszeiten in den christlichen Gefilden mit wichtigen Produkten versorgen konnten. Eine Route mit deutlich grenzartigen Zügen.

Der Reichtum und die Vielfalt dieses Weges durch Granada, bieten verschiedenste, interessante Aspekte für den Reisenden, wie beispielsweise die Gastronomie ( die sich, entwickelt in der andalusischen Epoche, auf den Reichtum seiner Felder gründet), das Kunsthandwerk (reich und vielfältig, ein Erbe des seit dem Mittelalter bestehenden Zunftsystems), die Einkaufsmöglichkeiten, die Feste (bei denen sich einige ursprünglichsten Facetten des traditionellen Andalusiens zeigen, die aufgrund ihrer Authentizität und durch das Pittoreske die Romantiker derart faszinierten), der Naturgenuss oder der Flamenco. Loja, Montefrío und andere Gemeinden bieten erstaunliche Monumente, von denen ein Großteil auf die Überreste des arabischen Erbes zurückzuführen ist.

ORTSCHAFTEN AUF DER ROUTE

Sevilla, Alcalá de Guadaíra, Carmona, Marchena, Écija, Osuna, Estepa, La Roda de Andalucía, Fuente de Piedra, Humilladero, Mollina, Antequera, Archidona, Loja, Huétor Tájar, Moraleda de Zafayona, Alhama de Granada, Montefrío, Íllora, Fuentevaqueros, Chauchina, Santa Fe und Granada.

ENTFERNUNGEN

Ca. 350 Km.

LANDSCHAFT

Die Route von Washington Irving verläuft von Sevilla nach Granada durch die Täler der Flüsse Guadalquivir und Genil. Diese werden von den Bergen des „Macizo Subbético“ flankiert.

Das Gelände besteht aus bebauten Feldern und wichtigen Naturenklaven wie der Lagune „La Ratosa“, der „Sierra de Parapanda“, den Kalkbergen von „Chimenea“ und „Cabra“ oder der Laguna „La Salada“, die zudem ein Naturreservat ist.

Die Landschaft wird durch eine wichtige Vegetation komplettiert, typisch für mediterrane niedrige Gebirge, wie zum Beispiel wilde Ölbäume, Zistrosen und Kermeseichen und einer Vielzahl von Wildtieren wie unter anderem Hasen, Mungos, Schlangen, Amseln, Schnaken, Falken, Mauerfalken und Geier.

ARCHITEKTUR

Die Bauten, die sich in dieser Gegend befinden, sind eine Auswahl der spanisch-maurischen Architektur: mudejarische und barocke Werke und populäre Architektur.

Als Beispiel für maurische Kunst stechen die „Giralda“ und der „Alcázar de Sevilla“ hervor, die Alhambra von Granada, genauso vie die Vielzahl von Burgen, Festungen, Bädern, und Moscheen, die wir zwischen den beiden Städten finden, wie beispielsweise in Alcalá de Guadaíra, Antaquera, Loja, Archidona und Alhama de Granada. Es lassen sich schöne Beispiele für mudejarische und barocke Kunst finden, wie in den Kirchen mit Türmen, die an maurische erinnern, genauso wie in den Tempeln, Palästen, öffentlichen Bauwerken, etc.

Es entstand eine populäre Architektur, die muselmanische, mudejarische und barocke Traditionen vereinte. Diese Architektur ist einfach und edel und findet sich in städtischen Bauwerken und auf Landgütern.

KUNSTHANDWERK

Es ist einer der größten Schätze dieser Route. Von Sevilla bis nach Granada, in jedem einzelnen der Dörfer stoßen wir auf wichtige kunsthandwerkliche Kerne. Sevilla steht für die Keramikkunst der Alfaren aus dem Viertel Triana, für die Sattlerkunst, für das Schmiedehandwerk und die Glaserei. Besonders zu erwähnen ist das Kunsthandwerk, das mit Feierlichkeiten wie Ostern oder anderen Festen verbunden ist, die Buchbinderei und die Herstellung von Musikinstrumenten.

In Carmona, Ejica, Marchena und Osuna heben sich die Werkstätten der Kunsttischlerei und der Herstellung und Restaurierung von Epochenmöbeln und Pferdekutschen hervor. Antequera bietet Steinmetzarbeiten und Holzschnitzereien, Keramik, Eisen- und Metallarbeiten und Textilherstellung. Zu guter letzt ist Granada ein Zentrum für das Kunsthandwerk, hier ziehen die Keramik von Fajalauza, die Mosaikarbeiten, die Goldschmiedekunst und die Juwelierskunst, Kunstschmiede-, Kupferarbeiten, die Lederziselierung und die Herstellung von Saiteninstrumenten die Aufmerksamkeit auf sich.

FESTE

Der Feiertagskalender in der Gegend Sevillas, Granadas und Málagas beginnt im Januar und Februar mit den Feierlichkeiten der Lichtmess und dem Karneval. Den Übergang zum Frühling prägt die Karwoche mit beeindruckenden Prozessionen, die von Sevilla bis Ecija, von Antequera bis Granada stattfinden. Im Mai kommen die ländlichen Jahrmärkte und die „Cruces de Mayo“. Und im Juni, bei Sommeranfang, das San Juan- Fest. In der gesamten Jahreszeit, von Juli bis Ende September finden zahllose Viehmärkte, Volksfeste und Musikfestivals statt.

GASTRONOMIE

Diese Route bietet dem Besucher viele gastronomische Genüsse, dank der reichhaltigen Zutaten der Gerichte.

Aufgrund des mediterranen Einflusses in dieser Region, sind das Getreide, der Weinstock und der Olivenbaum die Basis der Ernährung und daher dominieren in der Gegend das Brot, der Wein und die Oliven. Es gibt kein Dorf, in dem das Brot nicht etwas Besonderes wäre, wie zum Beispiel in Alcalá de Guadaíra und Antequera. Oliven und Olivenöl begleiten und würzen die besten Gerichte. Zuguterletzt der Wein in seinen diversen Darreichungsformen, durch das System der Behandlung des Aljarafe, mit der Herkunftsbezeichnung „Weine aus Málaga“ aus Alhama de Granada. All diese Produkte werden von den Erträgen der Felder und denen aus der Viehzucht und der Jagd begleitet.

Die traditionellsten Gerichte vermischen sich, vor allem in den großen Städten, mit Kochkunst neueren Stils. Diese traditionelle Küche bietet Gerichte wie verschiedenen Arten von (Gemüse)Eintöpfen wie „Potaje“, „Puchero“, kalten Gemüsesuppen wie „Gazpacho“ und „Salmorejo“, „Porras“ (Ölgebäck), sowie Wurstvariationen, Schweinefleisch, Rind, Lamm, Kalb und Wild.

In der sevillanischen, granadinischen und malagener Küche sind die Süßspeisen und das Gebäck von großer Bedeutung, wobei jedes Dorf auf der Route seine eigenen Spezialitäten hat: „Piononos“ aus Santa Fe, „Polvorones“ aus Estepa, Torten aus Ecija. Erwähnt werden müssen auch die wundervollen kunstvollen Nachspeisen zurückgezogen lebender Klöster.

 

 



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