Die Route des Almoraviden und der Almohaden

Die Route des Almoraviden und der Almohaden

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Die Route der Almoraviden und der Almohaden verläuft durch drei geographische Gegenden. Sie beginnt in den sogenannten weißen Dörfern um Cádiz, von denen viele den Beinamen “de la frontera“ (bei der Grenze) tragen, woran sich die zwei Jahrhunderte des Kampfes zwischen Christen und Muselmanen erkennen lassen. Weiter verläuft sie durch die malagener Axarquía um nach Granada zu kommen, wie der in Tanger geborene Reisende Ibn Batuta berichtet, der in seinen Büchern die Gesellschaft des 14. Jh. beschreibt.

Es ist eine lange und wunderschöne Strecke, auf der man durch die gemeinsame Geschichte der beiden Nachbarkontinente Afrika und Europa und durch die zweier konkreter Länder, Marokko und Spanien reisen kann, die ihr Schicksal, ihre Kultur, ihre Triumphe und Schicksalsschläge während einiger Jahrhunderte vereinten.

Die Almoraviden oder al-morabitun, eine Dynastie, die im 11. Jh. im Inneren der maghrebinischen Wüste entstanden ist, kamen nach Spanien wegen des Hilferufs des verzweifelten sevillanischen Dichterkönigs al-Mutamid, der sich durch die wachsende christliche Bedrohung, die den al-Andalus peinigte, in die Enge getrieben sah. Die Almoraviden unter der Führung der “blauen“ Kriegers Jussuf ibn Tashfin ( die Almoraviden gehörten zu dem Stamm der Lamtuna, die ihren Kopf und ihr Gesicht mit einem indigofarbenen Litam zu schützen pflegten) überlegten sich die Sache nicht zweimal und kamen eifrig angereist. Ihr Glück endete in der Mitte des 12. Jh. als eine andere Gruppe von Berbern, die Almohaden, ihrerseits die Zügel in die Hand nahmen und die gleichen Argumente von geistiger Reinigung anführten, die allerdings nicht lange anhielten.

Auf dieser Route bekommt der Reisende das Gewicht der Geschichte zu spüren, eine Geschichte voller brillanter Persönlichkeiten, angefangen bei dem Neandertaler “Hombre de Zafarraya“, über die Phönizier, die Römer und die Muselmanen bis zu unserer heutigen Zeit, wo all jene Geschichte und Tradition in unserem Volk hinterlassen haben, wie in der Gastfreundschaft und den Wissenschaften und besonders in den ehrenvollen andalusischen Traditionen, die voller Zauber und Originalität sind, zu sehen ist.

Alles hier erinnert an eine arabische Herkunft, die Namen und die Persönlichkeiten: “Fahs-al-raiyya“, “al-Malaha“, “Hisn Caviar“, Ibn Batuta, Mohammed II, Monumente, Gastronomie, Landwirtschaft, Handwerkskunst, sogar die Gegenden und die Wege.

ORTSCHAFTEN AUF DER ROUTE

Tarifa, Algeciras, Castellar de la Frontera, Jimena de la Frontera, Casares, Gaucín, Banalauría, Algatocín, Benadalid, Atajate, Alcalá de los Gazules, Medina Sidonia, Cádiz, Puerto de Santa María, Jerez de la Frontera, Arcos de la Frontera, Grazalema, Zahara de la Sierra, Algodonales, Olvera, Setenil, Ronda, Teba, Campillos, Vélez Málaga, Alcaucín, Zafarraya, La Malahá, Las Gabias, Granada.

ENTFERNUNGEN

Ca 610 Km.

LANDSCHAFT

Der Durchgang von Zafarraya diente den ersten Moslems bei ihrem Einfall in al-Andalus in der Mitte des 8. Jh. Der Pass wurde erhalten und weiterhin für Kommunikations- und Zurückeroberungszwecke verschiedener Enklaven genutzt, daher finden sich zahlreiche Überreste von Türmen. Nach dem Hafen und dem Engpass, erkennt man ein sehr großes Tal mit der Sierra Gorda und der Sierra de Alhama. In einer Höhle mit enger Öffnung wurden 1883 30.000 Jahre alte menschliche Überreste gefunden. Zusammen mit der spektakulären Landschaft kann man die phönizischen und paleo-christlichen Einflüsse in den Monumenten entdecken, dank der Salinen (System der Bewässerung und der Salzgewinnung. Diese bieten eine große Menge an Produkten, die auf einfache Art, aber mit viel Sorgfalt hergestellt werden und die in der weiten Landschaft oder im Schatten der Pappeln genossen werden können, die heute nichts mehr mit den natürlichen Wäldern von früher zu tun haben.

Naturschutzparks “Alcornocales“, “Sierra de Grazalema“ und “Sierra de las Nieves“

GASTRONOMIE

Die Gastronomie dieser Route ist stark ländlich geprägt und basiert auf den regionalen Produkten. Es gibt außergewöhnliche Weine, wobei besonders der Sherry sich heraushebt, der sowohl als Getränk serviert wird, als auch als Gewürz dient.

 



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