Gor

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Weder Bedeutung noch Herkunft des Toponyms konnten bis heute geklärt werden, jedoch deutet alles auf einen iberischen Ursprung hin. Die menschliche Besiedlung in Gor ist eine der ältesten und produktivsten der Provinz, und das kulturelle, monumentale und landschaftliche Erbe eines der reichsten.

Die Ortschaft liegt in mehr als  1.200 m Höhe, an der alten Römerstraße Vía Hercúlea, später Augusta genannt, deren Spuren in der Gemeinde noch sichtbar sind. Las Juntas, Cenascuras und Las Viñas sind die Außenbezirke von Gor. Sie erstrecken sich auf beiden Seiden des breiten und tiefen Cejo del Río Gor, was der Anordnung der Häuser Einzigartigkeit verleiht. Es ist der Mühe wert, die von der landstraße abzufahren, um die schönen Aussichten zu genießen. Die Sierra de Gor schließt wunderbare Stellen wie Loma del Quemado, Piedra del Escarmiento, Cerro de los Frailes, Prados del Rey, Pozo de la Nieve oder Pino del Nieto, ein gigantisches jahrhunderte altes Beispiel, ein.

Architektonisch tut sich die Kirche aus dem 16. Jh. hervor; der Hauptplatz mit seinen kastilischen hauseingängen; die Fuente de los Siete Caños, alter öffentlicher Waschplatz; und die Reste der mittelalterlichen Burg, auf welcher die Grafen von Gor einen großartigen Palast bauen ließen, der heute die Stierkamparena ist.

Genau dort feiern die Goreños ihre Hauptfeste, bei denen vor den Kämpfen die Stiere durch die Straßen bis auf den Platz getrieben werden.

Die erste Besiedlung geht auf den Neandethaler zurück, wie Funde von behauenem Stein aus der Muster-Periode zeigen. Ebenso gibt es zahlreiche Zeugnisse aus dem Neolithikum und dem Eneolithikum. Die iberische Vergangenheit ist auf dem Cortijo Colorado anzusiedeln, wo sich später römische, byzantinische, muslimische und kastlische Siedlungen befanden. Während der Epoche des Römischen Imperiums war Gor eine Ortschaft von beachtlicher Bedeutung durch seine Lage an der Vía Augusta. Von der andalusischen Epoche, in der es ein bedeutendes nasridisches Gehöft war sind noch einige Mauerreste einer mittelalterlichen Burg erhalten. Diese war von besonderem Wert, da sie sich auf halbem Weg zwischen Baza und Guadix befand, eine obligatorische Strecke zwischen beiden Städten, deren verbindung hier kontrolliert wurde. Später, nach der christlichen Eroberung, wurde Gor von den Katholischen Königen 1499 an Don Sancho de Castilla weitergegeben, was im Chorgetsühl der Kathedrale von Toledo vermerkt ist. Don Sancho de Castilla war der Erzieher des Prinzen Don Juan und erhielt durch seinen herrschaftlichen Besitz den Titel des Herzogs von Gor, bevor das Gelände von  Felipe II. im Jahre 1579 an die 60 familien, die den Ort nach der Vertreibung der Morisken wiederbesiedelten, verkauft wurde.

Die Küche der Gemeinde hat unter seinen typischen Gerichten die bekannte Zalamandroña aus Kabeljau, Tomaten und getrockneter Paprika zu bieten, des weiteren Andrajos mit Hase, Migas mit Kartoffeln, Lomo en orza und die exquisiten, hausgemachten Wurstwaren. Sowie eines der berühmtesten Brote der ganzen Provinz und Landwein mit dem Namen „Pitraque“.

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Information über die Gemeinde

Regionen: Guadix und El Marquesado
Postleitzahl: 18870
Entfernung von Granada: 82
Einwohner: 997
Bevölkerungsbezeichnung: Goreños
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Iglesia de Nuestra Señora de la Anunciación

Gor

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