Cijuela

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Cijuela, im westlichen Sektor der Senke von Granada, ist umgeben von einer weitläufigen grünen Weide, reichen Huertas und dem Flusslauf des Genil. Diese Ortschaft an der A-92 ist der Ausgangspunkt der westzone der Vega von Granada. Es handelt sich hierbei um Flachland, das von den Arabern “kleine Ebene” genannt wurde. Das historische und touristische Interesse besteht darin, dass Cijuela im 10. Jh. Vorreiter war für die das Bewässerungssystem, mit dem das komplexe Netz von Kanälen und Gräben der ganzen Gegend versorgt wurde. Des weiteren sind die Böden hier sehr fruchtbar, was dazu führte, dass die bewässerte Landwirtschaft zur wirtschaftlichen Säule wurde.

Cijuela ist arabischen Ursprung und der Name kommt von zujuela, was “kleine Ebene” bedeutet. Obwohl das nicht bewiesen ist, soll der Gründer des Königreichs Granada, der König Muhammad ben Alhamar, von hier aus die Rückgewinnung der Bewässerungssysteme und Kanäle, die von Al-Haken II. im 10. Jh. konstruiert und von Yusuf I. im 11. Jh. ausgebaut wurden, dirigieren. Im 13. Jh, hat dieer König nicht nur den Auffang und Lauf der Wässer kontrolliert, sondern auch die Anzahl der Gräben vervielfacht und die Verteilung organisiert. Seine Nachfolger bepflanzten das Gebiet mit Maulbeerbäumen zur Fütterung der Seidenraupen. Die Seidenproduktion in Granada war sie wichtig, dass sie zur Hauptware des tauschhandels mit Genua, Venedig und anderen italienischen Staaten wurde.

1431 begann Don Álvaro de Luna eine Eroberungskampagne in der Vega von Granada, die in der Schlacht von Higueruela ihren Höhepunkt fand. Dabei wurde der nasridische Turm von Cijuela zerstört, der nicht wieder aufgebaut wurde und von dem heute nur noch einige Ruinen zu besichtigen sind. Im 15. Jh. befand sich hier auch die Residenz der schwester von Boabdil, Ceti Haxa. Als die Christen aus allen Teilen der iberischen Halbinsel kamen, wurde der traditionelle Anbau durch andere, weniger bekannte Kultivation ersetzt. Damit verarmte der Bezirk und die Bevölkerung nahm ab. Cijuela war einmal eine bedeutende Ortschaft, wie der Bau der zwei Verteidigungstürme, die heute jedoch nicht mehr existieren, beweist. Erst im 19. Jh. wurde ihr der status der Gemeinde zugesprochen und die Bevölkerungszahlen stabilisierten sich.

In dieser Gegend werden exzellente Gemüsesorten angebaut, z.B. zur Zubereitung von Zucchini-Pisto. Bekannt sind auch die verschiedenen Salate aus weißen Bohnen und Lauch. Für Eintöpfe werden oft Kichererbsen und Getreide verwendet. Typisch ist die Sopa granadina.

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Information über die Gemeinde

Regionen: Granada und seine umgebung
Postleitzahl: 18339
Entfernung von Granada: 18
Einwohner: 2009
Bevölkerungsbezeichnung: Cijueleños
Offizielle Homepage: www.ayuntamientocijuela.com
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